NJUOLLA->QARJUK
Verbindung bewährter Praktiken für gemeinsam entwickelte Forschung im gesamten Arktisraum.

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ProjektDatum
1. Mai 2024 - 31. Juli 2025Förderer
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)Links
https://www.rifs-potsdam.de/en/research/njuolla-qarjuk-connecting-best-practices-co-created-research-across-arcticKlimawandel und Verlust der Biodiversität betreffen Regionen weltweit; Indigenes Wissen und indigene Expert*innen, einschließlich Jugendlicher, sind für die Bewältigung dieser Herausforderungen unverzichtbar. Gegenwärtig werden diese Wissenssysteme jedoch oft nicht ausreichend gewürdigt, und nicht-indigene Organisationen setzen auf indigenem Land und in indigenen Gewässern Initiativen um, ohne deren Kontext und koloniale Geschichte zu verstehen. Viele nicht-indigene Forschende, Fördermittelgeber und Entscheidungsträger*innen bemühen sich, ihre Zusammenarbeit mit indigenen Partner*innen zu verbessern. Ohne geeignete Co-Creation-Instrumente können selbst gut gemeinte Bemühungen jedoch Kolonialismus fortschreiben und arktischen Gemeinschaften schaden. Es besteht Bedarf an Sensibilisierung, Kapazitätsaufbau und Werkzeugen, die faire Praktiken in der Arktisarbeit sicherstellen. NJUOLLA->QARJUK spiegelt die Bedingungen für wirklich ko-kreative, ethische Arbeit in der Arktis wider und fördert sie – zum Nutzen von Gemeinschaften, Forschenden und Praktiker*innen.
NJUOLLA->QARJUK baut auf dem Projekt der European Environment initiative (EURENI), DÁVGI, das die Co-Creation für biokulturelle Vielfalt in der Arktis unterstützte. DÁVGI bedeutet im Nordsamischen „Bogen“ und war eine Metapher für den Brückenschlag zwischen Wissenssystemen. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus DÁVGI geht NJUOLLA->QARJUK, was im Nordsamischen und im Inuktitut „Pfeil“ bedeutet, einen Schritt weiter und steht für die Bewegung über den Bogen hinaus. Mit Blick auf die Verbindung zwischen den Regionen Sápmi und Nunavut, in denen diese Sprachen gesprochen werden, geht es in dem Projekt um Orientierung und Ausrichtung und um die Anerkennung indigenen Wissens in ethischen Forschungsleitlinien und -protokollen, diesem Projekt und der breiteren Forschungslandschaft.



