3. Oktober 2023 admin

Eine Woche des Austauschs: Ethik und Methoden in der transformativen Arktisforschung (WEMA) III und abschließende Zusammenkunft von DÁVGI

Zwei Workshops zur Erkundung sinnvoller Co-Creation und Co-Produktion.

Teilnehmende der Week of Exchange lernen in einer von Charleen Fisher geleiteten Sitzung über die Forschung der Gwichʼin © Anne Chahine

Kategorien

Workshops

Datum

3.–6. Oktober 2023

Förderer

RIFS
Universität Oulu
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

Links

https://www.rifs-potsdam.de/en/events/methods-and-ethics-arctic-transformative-research

Forschungsförderer verlangen zunehmend die Zusammenarbeit mit indigenen Partnern, doch nicht-indigene Forschende verfügen nicht über das Know-how für ko-produktive Zusammenarbeit, und indigene Gemeinschaften werden von Kooperationsanfragen überhäuft. Die Week of Exchange brachte WEMA III und dasDÁVGI-Abschlusstreffen zusammen, um grundlegende Fragen zu erörtern und zu verhindern, dass Co-Creation und Co-Production zu leeren Begriffen werden. Zu den Fragen gehörten:

  • Wie kann eine sinnvolle Kommunikation und gleichberechtigte Forschungsbeziehungen über Wissenssysteme und akademische Disziplinen hinweg aufgebaut werden?
  • Wie muss sich die Wissenschaft verändern, um unterschiedliche Arten des Wissens und der Kommunikation anzuerkennen?
  • Wie kann indigene Datensouveränität gewährleistet werden, um eine gerechte und sinnvolle Kommunikation zu ermöglichen?
  • Wie kann Forschung die Wiederbelebung indigener Sprachen und die kulturelle Rückbesinnung unterstützen?
  • Welche Rolle spielt Kommunikation jenseits von Texten und Worten in der Forschung?
  • Wie können wir kooperative sowie ko-produktive/ko-kreative Forschungsansätze fördern, ohne indigene Gemeinschaften zu überlasten?
  • Wer definiert letztlich, was „gute Kommunikation“ ist, und wie können wir sicherstellen, dass indigene Gemeinschaften beurteilen können, ob die Forschungskommunikation erfolgreich ist?
  • Wie kann von indigenen Akteur*innen geleitete Forschung außerhalb der Wissenschaft nachhaltig finanziell unterstützt werden?

Die Week of Exchange förderte multisensorische Praktiken des Lernens, Teilens, (Wieder-)Verbindens und Kommunizierens mit Menschen und mehr-als-menschlichen Wesen, wie etwa Handwerk, künstlerische Darbietungen, Erzählungen, Bewegung und Stille.

Auch zusätzliche Partner trugen zu diesem Projekt bei. Weitere Informationen zu diesem Projekt und ihrer Beteiligung finden Sie über die bereitgestellten Links.

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