Empfehlungen für Maßnahmen für die Vierte Internationale Konferenz zur Arktisforschungsplanung
Ein Policy Brief mit Empfehlungen zur Förderung der Gleichwertigkeit und Komplementarität von Wissensformen in der Arktisforschung.

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PublikationDatum
3. Mai 2024Förderer
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)Links
https://doi.org/10.25365/phaidra.459https://www.rifs-potsdam.de/en/news/towards-arctic-research-upholding-indigenous-peoples-rights
Die Arktisforschung muss koloniale Strukturen aufgreifen und ihnen entgegentreten sowie indigenisiert werden. Dieser Policy Brief, Auf dem Weg zu einer Arktisforschung, die die Rechte indigener Völker achtet: Empfehlungen für ICARP IV, die Internationale Konferenz zur Arktisforschungsplanungliefert dem ICARP IV – einem einmal pro Jahrzehnt stattfindenden globalen Treffen zu Arktiswissenschaft und globalen Angelegenheiten – Handlungsempfehlungen in fünf Bereichen, die die Gleichwertigkeit und Komplementarität von traditionellem Wissen, indigenem Wissen und wissenschaftlichem akademischem Wissen voranbringen können, um den Prozess zu informieren und zu besseren Forschungsergebnissen für alle zu führen: (1) das Recht indigener Völker auf Selbstbestimmung als Voraussetzung für hochwertige Arktisforschung; (2) Ethik, Methoden und Methodologie als Schlüssel für dekoloniale Forschung; (3) von indigenen Völkern geleitete Forschung in Konzeption und Praxis; (4) die gleichberechtigte Beteiligung indigener Völker an Förderstrukturen und Entscheidungsprozessen der Arktisforschung zur praktischen Sicherung dekolonialer Arktisforschung; und (5) Finanzierung von ko-kreativer und von indigenen Völkern geleiteter Arktisforschung. Dies ist kein allgemein anwendbarer Einheitsansatz oder ein starres Regelwerk; vielmehr beruhen diese Empfehlungen auf den Grundsätzen von Dialog, Beziehungsaufbau und Selbstbestimmung, die entscheidend sind, um ethische und wirksame Forschungspraktiken sicherzustellen, die tatsächlich dazu beitragen, den Status, die Rechte und die Rollen der indigenen Völker der Arktis zu stärken.
Mit Genehmigung von EU-PolarNet 2 wurde dieses Dokument auf der Grundlage des Fahrplans für dekoloniale Arktisforschung: Policy Brief für die Europäische Kommissionweiterentwickelt, wobei die wichtigsten Botschaften und Handlungsempfehlungen auf internationaler Ebene ausgearbeitet und besonderer Wert auf von indigenen Völkern geleitete Forschung gelegt wurde. Über einen Zeitraum von 12 Monaten wurden diese Ergänzungen auf der Grundlage einer Literaturauswertung, von Rückmeldungen in einer Workshop-Sitzung und eines dreiwöchigen internationalen öffentlichen Online-Konsultationsprozesses eingearbeitet.
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