Arctic Circle Forum Berlin 2024
Eine Präsentation über arktisches indigenes Wissen und Co-Creation.

Kategorien
PräsentationDatum
7. Mai 2024Förderer
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)Indigenous Voice Group (Arctic University of Norway)
Research Institute for Sustainability
Links
https://www.rifs-potsdam.de/en/blog/2024/07/sharing-and-caring-arctic-indigenous-knowledges-and-co-creationhttps://www.youtube.com/watch?v=As1eqOhBZxA
Das Arctic Circle Berlin Forum brachte Regierungen, Organisationen, Unternehmen, Universitäten, Think Tanks, Umweltverbände, weitere Interessierte und indigene Vertreter:innen zusammen, um die Rolle von Wissenschaft, Klima, Politik und Europa in der Arktis zu diskutieren. Die Mitwirkenden des CO-CREATE-Konsortiums und die Projektpartner halten es für wichtig, dass arktische indigene Stimmen auf internationalen Konferenzen und Foren stärker sichtbar und respektiert werden und ihre enge Verbindung zu Land, Meer und Eislandschaften des zirkumpolaren Nordens widerspiegeln. Sie nutzten die Gelegenheit, um Sharing and Caring: Arctic Indigenous Knowledges and Co-Creation auf diesem Forum vorzustellen.
Angesichts des beschleunigten Klimawandels in der Arktis sind gleichberechtigte Kooperationen unter Achtung indigener Rechte entscheidend, um wissenschaftliche, politische und Entscheidungsfindungs-Herausforderungen zu bewältigen. Moderiert von dem sámiischen Ältesten und Professor für Sozialarbeit Jan-Erik Henricksen, brachte diese Session indigene und nicht-indigene Sprecher:innen aus Sápmi, Kalaallit Nunaat (Grönland), Nunavut und Deutschland zusammen, um Perspektiven aus dem zirkumpolaren Norden und Europa zu beleuchten: autoethnografische Erfahrungen von kalaallitischen Forschenden, die innerhalb dominanter akademischer Institutionen arbeiten, die von extraktiven Forschungspraktiken geprägt sind; eine Fallstudie zur Verbindung akademischer und indigener Wissensformen mit konkreten Empfehlungen für Forschende und Förderinstitutionen in der deutschen Forschungslandschaft; Reflexionen über verkörpertes Lernen als dekoloniale Praxis von einem Team indigener und nicht-indigener Wissenschaftler:innen aus Sápmi und Deutschland; sowie die Vorstellung des „Mitten-Modells“ durch Sprecher:innen aus Nunavut, das den Prozess des Fäustling-Nähens als Metapher dafür nutzt, wie Inuit-Anleitung ethische und gerechte Forschungsprozesse sowie die Qualität von Forschungsergebnissen verbessert. Die Beiträge wurden miteinander verknüpft, um das Bewusstsein in der Arktisforschung und in Entscheidungsprozessen für unterschiedliche Arten des Wissens und des Seins in der Welt zu stärken.






